Kelten in Hessen?

Archäologisches Museum Frankfurt

Warum sprechen heute Archäologinnen und Archäologen von „Kelten in Hessen“, obwohl es in den antiken Schriftquellen der Griechen und Römer keinerlei direkte Belege für Kelten, Gallier oder Galater im Gebiet des heutigen Hessen gibt? Vielmehr sind es die „germanischen“ Chatten, die als erste in den antiken Schriftquellen erwähnt werden und von Historikern lange Zeit als die ältesten namentlich bekannten Einwohner Hessens angesehen wurden.

Welchen Beitrag leistet(e) die Archäologie also für den Nachweis von Kelten in Hessen?

Inwiefern steht ein aus Friedrichsdorf bei Frankfurt stammender Hugenotte ganz am Anfang der keltischen Archäologie Europas im 19. Jahrhundert?

Wieso besitzen die Grabhügel im Frankfurter und Offenbacher Stadtwald und die Ringwälle im Taunus für die Archäologie der Kelten/Gallier überregionale, geradezu europäische Bedeutung?

Auskunft auf diese und andere Fragen finden Sie in der Sonderausstellung im Archäologischen Museum Frankfurt.

Neben Funden aus dem Rhein-Main-Gebiet werden auch archäologische Objekte aus Museen in Süddeutschland, der Westschweiz und Frankreich zu sehen sein.

Mit diesen Museen und weiteren in Spanien, die über bedeutende Sammlungen zur Archäologie der Kelten/Gallier verfügen und Anrainer entsprechender Fundorte sind (site museums), ist das Archäologische Museum Frankfurt seit 2019 im Netzwerk »Iron Age Europe« (iron-age-europe.eu) durch einen Partnerschaftsvertrag verbunden.

Ausstellungstermin

6. Mai bis 30. Oktober 2022


Karmelitergasse 1
60311 Frankfurt am Main

Website – Archäologisches Museum Frankfurt
info.archaeolmus@stadt-frankfurt.de

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag von 10:00 – 18:00 Uhr
Mittwoch von 10:00 – 20:00 Uhr
Montag geschlossen

Weitere Informationen folgen!

Grabhügel im Frankfurter Stadtwald (Aquarell von E. Albrecht, 1938)
Kämme mit Pferdegriff aus Frankfurt-Fechenheim und vom Heidetränk-Oppidum