Die Kelten an der Bergstraße

Museum Bensheim

Erstmals erwähnt der griechische Geschichtsschreiber Herodot im 5. Jahrhundert vor Christus das kriegerische Volk der Kelten. Sie hatten sich über ganz Europa und Kleinasien – von den Pyrenäen bis nach Anatolien – ausgebreitet, um 390 v. Chr. Rom geplündert und später Beutezüge bis nach Athen und Delphi unternommen.

Auch in Südhessen und an der Bergstraße hat diese rätselhafte Kultur ihre Spuren hinterlassen. Erstmals wurden aus dieser Region die Relikte der Kelten aus Siedlungen, Gräberfeldern und Kultplätzen zusammengetragen: Objekte des bäuerlichen Alltags, Schmuck und Gefäßbeigaben, aber auch Kultgegenstände und Sonderbares.

Es werden seltene, bemalte Tongefäße aus einer Opfergrube aus Auerbach, Grabbeigaben aus keltischen Friedhöfen in Biblis und Bensheim und ein menschengestaltiger Anhänger aus Lampertheim gezeigt. Aber auch schlichte Keramikscherben und Spinnwirtel aus Abfallgruben haben spannende Hintergründe: Sie stammen aus bisher unbekannten Höhensiedlungen aus Heppenheim oder Seeheim-Jugenheim.

Rätselhaft erscheint das Highlight der Ausstellung: ein menschlicher Schädel aus Einhausen, der anscheinend vom Körper abgetrennt und auf eine Stange gespießt worden war. Womöglich handelt sich dabei um einen bislang unbekannten, keltischen Schädelkult.

Ausstellungstermin

Ausstellungsdauer folgt


Marktplatz 13
64625 Bensheim

Webseite Museum Bensheim
museum@bensheim.de

Öffnungszeiten:
Donnerstag und Freitag von 15:00 – 18:00 Uhr
Samstag und Sonntag von 12:00 – 18:00 Uhr

Weitere Informationen folgen!

Latènezeitliche Keramik aus Bensheim und Umgebung.
Frühlatènezeitliche Bronzefigurine aus Lampertheim, Kreis Bergstraße.
Keltisches Grab oder doch eine Opfergrube? Gefunden 1955 in Bensheim-Auerbach.